Vision

In allen Lebensbereichen handeln und entscheiden MigrantInnen selbstbestimmt. In der Gesellschaft und Politik reden, gestalten und entscheiden sie mit. Politische Rechte erhalten sie nicht, sondern besitzen sie bereits. Die MigrantInnen werden von Gesellschaft und Politik als gleichwertige BürgerInnen anerkannt. Sie und wir und alle sind Mitstimmen, die mitbestimmen!

Organigramm

Wer wir sind

Der Verein Mitstimme setzt sich für die politische Partizipation von und mit MigrantInnen ein.

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Wir sind die Nachfolgeorganisation der Ersten Basler Migrantensession 2015 und gründeten daraus den Verein im Sommer 2015.
Um die Aufmerksamkeit für die Anliegen der Migrationsbevölkerung zu gewinnen und ein Gefäss für den Austausch über aktuelle politische Themen zwischen MigrantInnen untereinander und zwischen MigrantInnen und SchweizerInnen zu bilden, ist unser Hauptziel die Weiterführung der Migrantensession.

Des Weiteren verfolgen wir diese Ziele:

• Förderung der Partizipation von MigrantInnen an der Schweizer Politik
• Förderung der individuellen und gesellschaftlichen Verantwortung
• Politische Bildung von und mit MigrantInnen
• Öffentlichkeitsarbeit
• Gemeinnützige Projekt

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News

Die Migrantensession 2018 findet am 27. Oktober im Grossratssaal im Rathaus Basel statt.
Hier geht's zum Plakat!

Das OK (Organisationskomitee) der Migrantensession 2018:

  • Tatiana Vieira
  • Sine Diagne
  • Heidi Mück
  • Thomas Oehler
  • Tsultrim Nelong
  • Zaira Esposito

 

Projektleitung 

Zaira Esposito hat im Herbst 2017 die Projektleitung der nächsten Basler Migrantensession übernommen. Nach einem Studium in Public Management and Policy an den Universitäten Bern und Lausanne hat sie bei der Christoph Merian Stiftung und der Schweizerischen Botschaft in Italien erste Berufserfahrung gesammelt. Seit 2015 ist sie beim Verein Surprise in der Abteilung Marketing, Fundraising und Kommunikation tätig und leitet das Projekt Café Surprise. Sie ist Vizepräsidentin des italienischen Vereins Colonia libera italiana di Basilea und Mitorganisatorin des interkulturellen Kinofestivals Cinema Querfeld.

Sprachkenntnisse:
Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch.

Migrantensession

Das Hauptziel der Migrantensession ist, eine Plattform für die politische Partizipation von MigrantInnen zu schaffen. Das wird die Migrantensession auf folgender Art und Weise erreichen:

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Information: Die Teilnehmenden (TN) des Projekts werden zum Schweizerischen, Baselstädtischen (BS) und –ländlichen (BL) politischen System geschult. Vergleiche zu Erfahrungen und Politiken ihrer Herkunftsländer begünstigen eine tiefere Auseinandersetzung mit der hiesigen Politik. Im Rahmen eines Mentoringprogramms mit LokalpolitikerInnen wird den TN ein begleiteter Besuch einer Parlamentssitzung angeboten. Dies befähigt LokalpolitikerInnen und politisch interessierte MigrantInnen sich auf Augenhöhe zu begegnen und sich auszutauschen. Die Kompetenzen und Erfahrungen als Parlamentarier sowie Kompetenzen und Erfahrungen als Mitmensch ohne Stimm- und Wahlrecht werden thematisiert, die alltägliche Arbeit als BS/BL Parlamentarier wird vermittelt.

Mitsprache: Das Projekt ermöglicht nicht nur die Mitsprache der TN, sondern baut sich konzeptionell in den Sitzungen des Vereins Mitstimme auf als basisdemokratische Entscheidungsfindung. Die Beschäftigung mit politischen Themen in den Sitzungen ist nach den Prioritäten der TN zu wählen. Die thematischen Diskussionen werden zwar von der Projektleitung geführt, richten sich aber auf die Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven der TN.

Mitgestaltung: Die TN gestalten die Sitzungen unter der Projektleitung insofern mit, indem ihnen stets die politischen Möglichkeiten, Rechte und Änderungen als Input-Referate präsentiert werden, worüber sie diskutieren und im Hinblick auf die Migrantensession eine Resolution anfertigen. Daneben werden ihre Auftrittskompetenzen professionell geschult, so dass Mitgestaltung nicht nur inhaltlich verstanden wird.

Mitentscheidung: Die TN entscheiden über die Themen, welche in der Migrantensession diskutiert werden sowie über die Forderungen, welche den lokalen Regierungen ausgehändigt werden. Im Austausch mit anderen TN, SchweizerInnen und PolitikerInnen wird die Konsenssuche gefördert, das Demokratieverständnis und damit die Mehrheitsentscheidung legitimiert.

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Ausgangslage

Eine aktuelle Studie der Universität Luzern über politische Inklusion von MigrantInnen in allen europäischen Ländern zeigt, dass die Schweiz ihre MigrantInnen sehr exkludierend behandelt (Blatter et al. 2016; siehe unter Links).

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Abstimmen ist mit Ausnahme von bestimmten Kantonen erst nach der Einbürgerung möglich und die Regeln für die Einbürgerung sind besonders restriktiv. Besonders in Basel wurde das Wahl- und Stimmrecht für MigrantInnen in den letzten kantonalen Abstimmungen deutlich abgelehnt.

Diese Resultate sind kaum mit der Definition von Demokratie zu vereinbaren, für welche die Schweiz oft als Beispiel genannt wird. Das demokratische Ideal fordert, dass alle Menschen die von einem Entscheid betroffen sind, mitentscheiden können.

Gemäss dem Bundesamt für Statistik beträgt der Ausländeranteil in der Schweiz 24.6%, im Kanton Basel-Stadt sind es rund 35%. Die SchweizerInnen müssen sich damit auseinandersetzen, dass ein grosser Teil der Bevölkerung von Entscheidungen ausgeschlossen ist, obwohl sie direkt betroffen sind.

Fehlende politische Partizipation von bestimmten Gruppen der Bevölkerung führt zu gesellschaftlichen Spannungen und erschwerter Inklusion. Deshalb muss die politische Partizipation von MigrantInnen möglich sein, auch wenn sie (NOCH) über kein Stimm- und Wahlrecht verfügen.

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Wer ist Mitstimme?

Kurzbiografien

Tatiana Vieira

Tatiana Vieira ist Mitbegründerin und Präsidentin des Vereins Mitstimme. Sie ist seit über acht Jahren beim lokalen Radiosender Radio X für die Sprachen-, Musik- und Unterhaltungssendungen sowie für Projekte im Bereich Integration und Interkultur tätig. Sie verfügt über einen Master im Bereich der Angewandten Linguistik und spezialisierte sich in Fragen zur Mehrsprachigkeit.

  • Mitbegründerin und Co-Präsidentin
  • OK-Mitglied der Ersten Basler Migrantensession 2015.
  • Sprachkenntnisse:
    Portugiesisch, Englisch, Deutsch, Spanisch und ein wenig Französisch.

 

Sine Diagne

Sine Diagne ist Arbeitssoziologin und aktuell tätig im Personalmanagement. Zuvor hat sie jahrelang im Bereich Arbeitsintegration von Migrantinnen gearbeitet. Sie war auch Teilnehmerin der Ersten Basler Migrantensession und ist Beisitzerin des Vereins Mitstimme.

 

 

  • Mitbegründerin und Kassiererin
  • OK-Mitglied der Ersten Basler Migrantensession 2015.
  • Sprachkenntnisse:
    Wolof, Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch.

 

 

Marco Agostini

Marco Agostini ist Chemielaborant und Technischer Kaufmann und seit 24 Jahren besitzt er eine Handelsfirma Import/Export für Elektrokabel. Er ist Präsident der Grünen Reinach/Aesch/Pfeffingen, Mitbegründer und aktuell Vize-Präsident und Kassier des Vorstands des Vereins Mitstimme. Zudem ist er Präsident Midnightsports Reinach.

 

  • Mitbegründer und Vorstandsmitglied
  • OK-Mitglied der Ersten Basler Migrantensession 2015.
  • Sprachkenntnisse:
    Deutsch, Italienisch, Französisch, Englisch und Spanisch.